2 Tote bei schweren Unwetter im Westen am 3.7.2009

 

Am Vormittag gegen 11.00 Uhr enstanden die ersten Gewitter im Bereich Düren und der Voreifel. Die CB`s schossen förmlich in den Himmel und man konnte von schon von Pulheim, diese herrlichen Zellen sehen. Es versprach für uns Wetterbeobachter ein erfolgreicher Tag zu werden. Tempearturen von über 30°C und sehr schwüler Luft waren die Garanten dafür, daß sich riesige Gewitter entwickeln konnten.

schöner CB Blickrichtung Westen von Pulheim aus gesehen

 

Erik Dirksen und ich trafen uns um 11.50 Uhr in Pulheim. Was wir da noch nicht wussten, das wir ca. 350 km an diesem Tag zurücklegen würden. Nachdem wir uns die Radarbilder angesehen hatten, beschlossen wir in den Bereich Kerpen zu fahren, wo erste die Zelle eintreffen sollte.

 

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Zelle über Kerpen

Leider schwächte sich die Zelle wieder ab und wir fuhren über die A4 bis Düren. Der Himmel sah vielversprechend schwarz aus. Jedoch sah man auf den Radarbildern das alles verclusterte und sich abschwächte. Nach kurzem Imbiss bei Burger King in Jülich, beschlossen wir Richtung Garzweiler- Mönchengladbach- Krefeld- Duisburg und Heinsberg zu fahren.

 

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Zelle über Tagebau Garzweiler

In Krefeld waren schon Gewitter durchgezogen und die Felder standen unter Wasser. Maisfelder waren dem Erdboden gleich gemacht worden. Die Feuerwehren fuhren pausenlos. Die abziehenden Gewitterzellen blitzen immer schwächer, aber im Westen brodelte es erneut. An der Niederländischen Grenze gingen immer wieder neue einzelne Zellen hoch, von denen wir uns mehr versprachen als von dem Clusterzeugs.

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Wir fuhren weiter bis Kerken. Dort zog eine Gewitterzelle durch. Wir hielten uns am Südwestlichen Ende der Zelle auf, um vielleicht schöne Wolkenstrukturen oder evtl. Tornados zu bekommen. Leider ohne Erfolg. Anschliessend fuhren wir an die Zelle ran, wo wir ins Zentrum der Zelle kamen. Wir suchten Schutz an einem kleinen Gehöft wo wir uns überrollen ließen. Es ging eine richtige Sturzflut nieder. Kleiner Hagel war dem Regen untergemischt.

Da es mittlerweile schon 18.00 Uhr war, beschlossen wir das Chasing zu beenden. Auf dem Heimweg über die A57 begann es wieder heftig zu regnen. Von Krefeld bis Neuss, war das Fahren nur langsam möglich. Das Wasser stand Zentimeterhoch auf der Fahrbahn. In Neuss-Norf verließen wir die Autobahn, um noch der abziehenden Zelle über Düsseldorf hinterher zu schauen. Diese blitze noch ordentlich, aber leider konnten wir keine Blitze fotografieren. Gegen 19.30 Uhr waren wir wieder zu Hause. Im Erftkreis hatte es nicht geregnet. So ist es oftmals. Einige versinken in den Fluten und andere haben Glück.

 

Weiteres zum Unwetter

In Kleve und Düsseldorf kamen 56 l Regen in ganz kurzer Zeit vom Himmel. Der Flughafen war für 2 Stunden gesperrt. Die Wassermassen fluteten im Stadtgebiet Tiefgaragen und Gullideckel wurde hochgdrückt. Viele Unterführungen standen voll Wasser. In der Nacht gab es Hagel in Essen. Der Winterdienst musste ausrücken um die Hagelmassen zu beseitigen. Die Feuerwehr fuhr sich in den Hagelmassen fest. Die Schäden gehen in die Millionen. Besonders tragisch, in Baden Württemberg erlitt ein 33 Jahre alter Feuerwehrmann beim auspumpen eines Kellers einen tödlichen Stromschlag. In Affalterbach kam eine 46 Jahre alte Frau ums Leben. Sie stand vor ihrem Haus, als ein Blitz in einen Baum neben ihrem Hundezwinger fuhr. Die Frau wurde vom umstürzenden Baum tödlich verletzt.

 

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